Altendorf ist sich einig

Altendorf ist sich einig

Zum Artikel «Altendorf behält Steuerfuss bei» vom 27. November, March Anzeiger

Die Journalistin hat wahrscheinlich vor lauter Masken den Überblick verloren. Selbstverständlich war die SVP Altendorf an der eigenen Gemeindeversammlung vertreten und nicht wie angenommen bei der ausserordentlichen Generalversammlung von der SVP March in Lachen.

Dass es keine Wortmeldungen gab, interpretiere ich als Zeichen. Ein Zeichen, dass ein Dorf in schwierigen Zeiten zusammenhält. Der Steuerfuss hätte eigentlich mit einem solchen Eigenkapital gesenkt werden können, vermutlich hätte der Gemeinderat und die RPK dies auch beantragt, wäre nicht COVID-19.

Und genau hier sind sich die Bürger in Altendorf einig: Eine Steuersenkung ist momentan nicht angebracht. Vielmehr soll jetzt erst recht investiert werden, man soll aus dem Dornröschenschlaf erwachen und unsere Infrastruktur verbessern. Stichwort: Schulhauserweiterung, Werkhof, eventuell Seewasserwerk und so weiter. Ich bin mir sicher, der Gemeinderat ist sich dem bewusst.

Einzige Wermutstropfen: Mit solchen Projekten wird nicht der Corona geplagte Wirtschaftszweig unterstützt. Darum mein Appell an die Profiteure, vergesst nicht die Gastronomie, Vereine etc.

Wir haben unser Zeichen gesetzt, setzen sie auch Ihres.

Urs Marty, Kantonsrat SVP, Altendorf

Auf Biegen und Brechen

Geld ist also die Lösung für unsere Umweltprobleme?

Geschätzte Leserinnen und Leser. Nein, Geld ist nicht die Lösung. Mit Geld wird auch nicht automatisch mehr saniert. Für viele Grundeigentümer ist es einfach der falsche Zeitpunkt. Aus Gründen wie zum Beispiel: Anstehender Generationenwechsel, erst von Jahren eine neue Heizung eingebaut, warten auf Erschliessung von Fernwärme oder man bevorzugt einen Neubau. Letzteres wird gerade bei grösseren Mietliegenschaften gerne angewandt. Man lässt die Liegenschaft langsam auslaufen und wenn die Zeit gekommen ist, wird ein Neubau realisiert. Dies macht auch Sinn, da zeitgemässe Grundrisse, neuste Technik und meistens mehr Ausnützung (verdichtets Bauen), dass wiederum Kulturflächen schützt.

Anscheinend würden auch die Mieter profitieren, da weniger Nebenkosten. Allerspätestens bei einem Mieterwechsel ist dies auch hinfällig, Nebenkosten runter, Miete hoch, mit der Begründung, es wurde ja saniert. Verstehen Sie mich nicht falsch, ein Umdenken muss zugunsten der Umwelt und der kommenden Generationen sein. Aber ist ein Förderprogramm der einzige richtige Weg? In den 70/80 Jahren wurde die Installation von Elektro-Heizungen gefördert und 40 Jahre später fördern wir dessen Demontage. Meine Meinung: Förderprogramm ja, aber mit Vernunft!

Der Vorschlag des Regierungsrates, die Erhöhung von 1 Mio. (Total 5 Mio.) wäre ein guter Kompromiss. Aber die Nutzniesser im Kantonsrat waren nicht zufrieden und haben top Lobbyarbeit geleistet. Es müssen min. 2.5 Mio. (Total 9.5 Mio.) sein, nach dem Motto: auf Biegen und Brechen, koste was es wolle. Darum NEIN zum Gegenvorschlag «Geld zurück in den Kanton Schwyz».

Urs Marty, Kantonsrat SVP, Altendorf